Monday Report

Wirtschaft

Die in den Vereinigten Staaten veröffentlichten Statistiken waren insgesamt zufriedenstellend. Zu nennen ist der Anstieg der PMI-Indizes des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbes im März von 58,6 auf 59 bzw. von 59,8 auf 60 sowie der regionalen Frühindikatoren (Richmond-Fed: von 14 auf 17, Kansas-Fed: von 24 auf 26). Auch das Vertrauen der privaten Haushalte (Universität Michigan) steigt im März weiter von 83 auf 84,9. Für Enttäuschung sorgten indes die Auftragseingänge über langlebige Güter, die im Februar um 1,1% ggü. Vm. gesunken waren, desgleichen die Immobilienmarktdaten, deren Rückgang vor allem den Witterungsbedingungen zuzuschreiben war. In der Eurozone war bei den PMI-Indizes des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbes ebenfalls ein Anstieg von 57,9 auf 62,4 bzw. von 45,7 auf 48,8 zu konstatieren. Ein weiterer Anstieg von -14,8 auf -10,8 ist im März auch beim Vertrauen der privaten Haushalte zu erkennen.

Klima

In China ist Mitte März der Nationale Volkskongress zusammengetreten, um den 14. Fünfjahresplan zu erstellen, in dessen Mittelpunkt die Energiewende steht. Der Plan sieht eine Reduzierung der Energie- und der CO2-Intensität der Wirtschaft um 13,5% bzw. um 18% im Zeitraum 2021-2025 vor. Aber er legt auch erstmals ein Ziel für einen Höchstwert an CO2-Bruttoemissionen vor 2030 sowie ihre anschliessende regelmässige Verringerung bis zur Erreichung der Neutralität 2060 fest.

Märkte

Aktien drehten in den USA und Europa wieder nach oben (+1,6% bzw. +0,9%), während sie in den Schwellenländern 2,2% verloren, u.a. aufgrund der Festigung des USD (Dollar-Index: +0,9%) und unter dem Einfluss der Türkei, wo sie nach der Entlassung des Zentralbankchefs um -21% in USD einbrachen. Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen sanken um einige Basispunkte, die Kreditspreads bewegten sich kaum. Gold verlor in der Berichtswoche 0,6%. Diese Woche im Fokus: Vertrauensindizes der Dallas-Fed und der privaten Haushalte, Fahrzeugverkäufe, ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes und Arbeitsmarktbericht in den Vereinigten Staaten, EU-Vertrauensindizes (Haushalte, Dienstleistungssektor etc.) und Verbraucherpreisindex in der Eurozone, PMI-Indizes des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbes in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Konjunkturbarometer März (KOF), Frühjahrsprognose (BAK), Volumen der Devisenmarktinterventionen im 4. Quartal (SNB), Einzelhandelsumsätze Februar und Inflation (BFS) sowie PMI-Einkaufsmanagerindizes März. Ansonsten legen folgende Unternehmen ihre Geschäftszahlen für 2020 vor: Schlatter, Peach Property, Pierer Mobility, Orascom DH, Medacta, Poenina und Vaudoise Assurances.

Aktien

EATON (peripherer US-Wert und Nachhaltigkeit & Dekarbonisierung) übernimmt Green Motion SA, den Schweizer Spezialisten für Ladesysteme für Elektrofahrzeuge und dazugehörige Softwareprodukte.
SAINT-GOBAIN (peripherer Wert und Nachhaltigkeit & Dekarbonisierung) wird 12 Jahre lang 120 MW der 250 MW kaufen, die vom Invenergy-Windpark in Illinois (USA) erzeugt werden, und damit den Anteil der erneuerbaren Energien an seinem weltweiten Stromverbrauch auf fast 40% verdoppeln.
STRAUMANN (Core Holding): Bei einem Meeting mit dem Unternehmen sprach das Management letzte Woche von einem soliden 1. Quartal. Das auf 8%-9% für 2021 geschätzte organische Wachstum ist angesichts der günstigen Vergleichsbasis im 2. Quartal eine sehr vorsichtige Prognose und dürfte im weiteren Jahresverlauf nach oben korrigiert werden.
Die Aktie von TSMC (peripherer asiatischer Wert) gab nach Intels Ankündigung zum Ausbau seiner Produktionskapazitäten (Investitionen von $ 20 Mrd.) zunächst nach. Ansonsten plant die Gruppe Preiserhöhungen ab dem 2. Quartal und könnte angesichts der Halbleiter-Knappheit bis Jahresende dreimal an der Preisschraube drehen.
VOLKSWAGEN (peripherer Wert): Der CEO hat Spekulationen um einen Börsengang von Porsche zurückgewiesen und einen solchen als auf kurze Sicht nicht prioritär bezeichnet. Parallel dazu stuft das Analysehaus Jefferies VW auf „Buy“ hoch, während Les Echos die Welle von Batteriefabriken thematisiert, die Europa überrollt (VW, CATL, Tesla, ACC, Northvolt etc.), eine Entwicklung, die wir für die Elektrifizierung der Modellpaletten der Automobilhersteller prognostiziert hatten.

Anleihen

An den Rentenmärkten war es ruhig; in den USA sanken die 10-Jahres-Renditen um 4,5 bp auf 1,676%, in Europa gab die 10-jährige Bundesanleihe um 5,3 bp auf -0,349% nach. In diesem Umfeld erzielten am Markt für Unternehmensanleihen sämtliche Indizes Zuwächse, wobei IG-Papiere in Europa (mit +0,23% ggü. +0,06% für HY-Papiere) und den USA (+0,59% ggü. +0,46%) überperformten. In einem sehr regen Primärmarkt empfehlen wir Nordstrom ($, Fälligkeit 2024, 2,3%) und die Nachhaltigkeitsanleihe von Pilgrim’s ($, 2031, 4,4%) zum Kauf.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse
Die verkürzte Handelswoche steht in Europa im Zeichen von Corona, während in den USA Joe Biden seinen billionenschweren Infrastrukturplan vorstellen und sich die ganze Welt auf die Rendite der 10-Jahres-UST fokussieren wird. Die Investoren dürften noch immer zwischen der Sorge um ein Verpassen der Hausse und der Angst vor einem Crash hin- und hergerissen sein, so dass sich eine eher richtungslose Woche abzeichnet.
Währungen
Der € steht gegenüber dem $ unter Druck: €/$ 1,1787; ein Durchbrechen der €/$-Unterstützungslinie von 1,1750 würde den Weg zu 1,1685 ebnen; ansonsten Rückkehr zur Spanne von 1,1830-1,20. Der $ bleibt sehr nachgefragt: $/CHF 0,9376, £/$ 1,3780, $/JPY 109,50. Wir rechnen für diese Woche mit einer €/CHF-Spanne von 1,10-1,1150. Der Goldpreis konsolidiert bei 1.727 $/Unze. $/CHF Unterstützung bei 0,9250, Widerstand bei 0,9470, £/$ Unterstützung bei 1,3580, Widerstand bei 1,3850, $/JPY Unterstützung bei 108,30, Widerstand bei 110.

Grafik des Tages

Performance

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