Monday Report

Wirtschaft

Die wenigen in den Vereinigten Staaten veröffentlichten Statistiken stimmen eher zuversichtlich. So signalisiert der Anstieg der PMI-Indizes des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbes von 59,1 auf 60,6 bzw. von 60,4 auf 63,1 im April eine starke Beschleunigung der Konjunktur. Die gleichzeitige Erholung des Frühindikators der Kansas-Fed von 26 auf 31 sowie der unerwartet starke Anstieg der Verkaufszahlen von Neubauten um 20,7% ggü. Vm. bestätigen diese Erwartungen. In der Eurozone weisen die Vertrauensindizes ebenfalls auf eine starke sich abzeichnende Dynamik hin: Der PMI-Index des Verarbeitenden Gewerbes steigt im April weiter von 62,5 auf 63,3, der Dienstleistungs-PMI (Anstieg von 49,6 auf 50,3) überschreitet die Schwelle von 50 (-> Expansion), das Vertrauen der privaten Haushalte erholt sich von -10,8 auf -8,1.

Klima

Der neuseeländische Klimaschutzminister James Shaw hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der Investmentmanager, Banken und Versicherungen mit einem verwalteten Vermögen von über 1 Milliarde NZD (= nur rund 700 Mio. USD) sowie alle an der neuseeländischen Börse notierten Anleihe- und Aktienemittenten, d.h. über 200 Unternehmen, zur Offenlegung der durch ihre Geschäftstätigkeit entstehenden Klimarisiken verpflichten soll.

Märkte

Die guten makro- und mikroökonomischen Zahlen wurden durch die drohende Erhöhung der Kapitalertrags- und sonstigen Steuern in den USA etwas überschattet, so dass die Märkte eher verhalten reagierten. So gaben Aktien (MSCI World) um 0,2% nach, die Renditen von Staatsanleihen blieben nahezu unverändert, desgleichen die Kreditspreads. Kupfer (+3,8%) bleibt im Aufwind, der Dollar verliert 0,8% (Dollar-Index), was Gold (-0,2%) jedoch nicht zugutekommt. Diese Woche im Fokus: Auftragseingänge über langlebige Güter, Vertrauen der privaten Haushalte, BIP des 1. Quartals (1. Schätzung) und Fed-Sitzung in den Vereinigten Staaten, Vertrauensindizes der EU-Kommission, Verbraucherpreisindex, Arbeitslosenquote und BIP des 1. Quartals (1. Schätzung) in der Eurozone, PMI-Indizes des Verarbeitenden und des Dienstleistungsgewerbes in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: SNB-Ergebnisse 1. Quartal, Einzelhandelsumsätze März (BFS), Lohnentwicklung 2020 (BFS) und Konjunkturbarometer April (KOF). Ansonsten legen folgende Unternehmen Quartalszahlen vor: Kühne+Nagel, Bucher, ABB, UBS, Novartis, Santhera, Logitech (4. Quartal), Clariant, Straumann, Sulzer, Swiss, Swisscom, Financière Tradition, Schindler, PSP Swiss Property, Swiss Re und Wisekey (2020). Die Polypeptide Group feiert ihr Debüt an der Schweizer Börse.

Aktien

NESTLÉ (Core Holding) führt Gespräche über den Kauf von The Bountiful Company (Hersteller von Vitaminen, Nahrungsergänzungsmitteln, Proteinsnacks). Mit einem Umsatz von über 2 Mrd. $ und einer auf 20% für 2021 geschätzten Marge (Nestlé: 17,7% für 2020) scheint das Unternehmen mit einem Kaufpreis von 5 Mrd. $ angemessen bewertet (EV/Umsatz: 2,4; EV/EBITDA: 17). Dieser Erwerb würde die Produktpalette von Nestlé im Bereich der Gesundheitsernährung vervollständigen.
UNILEVER (Core Holding) legt am Donnerstag den Umsatz des 1. Quartals 2021 vor. Aufgrund der langen Lockdowns im 1. Quartal rechnet der Konsens vorsichtig mit einem organischen Umsatzwachstum von +3,9%, das der Erholung in den USA und vor allem in den (asiatischen) Schwellenländern zuzuschreiben ist.
VEOLIA haben wir in die Liste unserer europäischen peripheren Werte mit dem Label Nachhaltigkeit & Dekarbonisierung aufgenommen. Die Gruppe deckt die gesamte Wertschöpfungskette in den Bereichen Wasser-, Abfall- und Energiewirtschaft ab. Nach der Übernahme von Suez wird die neue Gruppe Weltmarktführer und für die Bewältigung der ökologischen Wende optimal positioniert sein.
MICROSOFT, ALPHABET, VISA, APPLE, FACEBOOK und AMAZON (US-Core Holdings) legen diese Woche ihre Geschäftszahlen vor, die den Anlegern einen Eindruck von der fortgesetzten Performance der Big Tech angesichts der weiteren Öffnung der Welt vermitteln werden. Die Zahlen dürften allesamt sehr positiv ausfallen und werden die globale Entwicklung des Cloud-Computing, des E-Commerce und der Online-Werbung demonstrieren.

Anleihen

Nach einem Rückgang der US-Renditen in der 3. Woche in Folge rentierten 10-Jahres-Papiere am Freitag mit 1,55% (-2 bp). In Europa liess die EZB ihre Leitzinsen erwartungsgemäss unverändert, Staatsanleihenrenditen blieben stabil. Bei Unternehmensanleihen erweiterten sich die Spreads im US- und europäischen HY-Segment um +4 bp bzw. +5 bp. Die Primärmarktaktivität im US-amerikanischen HY-Segment war mit einem Emissionsvolumen von rund 9 Mrd. USD erneut hoch. Das bisherige Jahresvolumen beläuft sich auf 189 Mrd. USD (Anstieg um 99% ggü. Vj.).

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse
Nach einer stabilen Woche stehen fünf Börsensitzungen mit Quartalszahlen der US-Tech-Werte sowie von 180 S&P500-Werten an. An die FOMC-Sitzung vom Mittwoch hat der Markt hat keine speziellen Erwartungen, aber Powells Rede wird wie immer genau analysiert werden. Ansonsten stehen auf beiden Seiten des Atlantiks die BIP-Zahlen an. Wir bleiben zuversichtlich.
Währungen
Die Sorge um Bidens Steuerpläne schickt den $ auf Talfahrt: €/$ 1,2103, $/CHF 0,9135, wir erwarten folgende Spannen: €/$ 1,1980-1,2160 und $/CHF 0,9054-0,9225. Der CHF und das £ bleiben mit 1,1055 für €/CHF und 1,3905 für £/$ fest. Der Goldpreis konnte die Widerstandslinie von 1.800 $/Unze nicht knacken und konsolidiert derzeit bei rund 1.775 $/Unze.

Grafik des Tages

Performance

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