Monday Report

Wirtschaft

Die in den Vereinigten Staaten veröffentlichten Statistiken entsprechen in etwa den Erwartungen. So setzt der ISM-Index im Verarbeitenden wie auch im Dienstleistungsgewerbe im Mai seinen Anstieg (von 60,7 auf 61,2 bzw. von 62,7 auf 64) fort. Der Arbeitsmarktbericht weist für Mai mit 559.000 weniger neue Stellen als erwartet aus. Die Beschleunigung der Stundenlöhne (+0,5% ggü. Vm.) schürt Inflationsängste. In der Eurozone entspricht der Verbraucherpreisindex im Mai den Erwartungen (+0,3% ggü. Vm., +0,9% ggü. Vj.), aber die Einzelhandelsumsätze vom April (-3,1% ggü. Vm.) sorgen für Enttäuschung und schwanken weiterhin im Takt der Covid-Lockerungen. In China bestätigen die Caixin-PMI-Indizes (Manufacturing: Anstieg von 51,9 auf 52, Services: Rückgang von 56,3 auf 55,1) die jüngsten Trends.

Klima

Der indonesische Energie- und Rohstoffminister teilte mit, dass das Land (270 Mio. Einwohner, mit einem BIP von rund 1,1 Billionen $ auf Rang 16 weltweit, grösster Exporteur von thermischer Kohle) ab sofort keine neuen Kohlekraftwerke mehr genehmigen werde. Indonesien will seine CO2-Emissionen von 2010 bis 2030 um 27% verringern und plant Anreize für den Ausbau erneuerbarer Energien (deren installierte Kapazität sich bis 2030 auf 24 GW verdreifachen dürfte) sowie eine CO2-Abgabe.

Märkte

Die Woche verlief eher ruhig. Aktien legen leicht zu (MSCI World: +0,6%, MSCI Emerging: +1,6%), die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen geben um einige Basispunkte nach. Rohöl bleibt im Aufwind (+3,3%), während Kupfer 3% verliert. Der Dollar ist stabil (Dollar-Index: +0,1%), desgleichen Gold (-0,1%). Diese Woche im Fokus: KMU-Vertrauen (NFIB-Index), Verbraucherpreisindex sowie Vertrauen der privaten Haushalte (Universität Michigan) in den Vereinigten Staaten, Sentix- und ZEW-Vertrauensindizes, BIP-Wachstum des 1. Quartals und EZB-Sitzung in der Eurozone, Handelsbilanz, Erzeuger- und Verbraucherpreisindizes, Devisenreserven, Geldmengenaggregate und Kreditvergabe in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Arbeitslosigkeit Mai (Seco), Inflation Mai (BFS), Devisenreserven per Ende Mai (SNB) und Beherbergungsstatistiken April/Wintersaison (BFS). Ansonsten legen folgende Unternehmen Geschäftszahlen/Ergebnisse vor: Flughafen Zürich (Verkehrsstatistik Mai) und New Value (Ergebnisse 2020/21). Belimo (ohne Empfehlung) teilt eine Steigerung seiner Halbjahresergebnisse um 10% ggü. Vj. mit.

Aktien

ANGLO AMERICAN (peripherer europäischer Wert): Abschluss der Abspaltung von Thungela Resources Ltd. (Produktion von thermischer Kohle in Südafrika). Die Aktionäre erhielten 1 Thungela-Aktie je 10 gehaltener Anglo-Aktien. Wir raten zum Verkauf der Thungela-Aktien.
COMET (Schweizer Conviction-Wert): Ein Preisanstieg bei Speicherchips hat im Mai 2021 laut DigiTimes die Gewinne des Chipherstellers Nanya Technology und des Speicherherstellers Adata Technology beflügelt. Davon dürfte auch Comet profitieren.
FACEBOOK (Core Holding): Die Europäische Union und Grossbritannien haben kartellrechtliche Ermittlungen gegen Facebook wegen der Nutzung von auf seinem Marketplace gesammelten Kundendaten aufgenommen. Neben hohen Geldstrafen riskiert Facebook, zu einer Änderung seines Geschäftsmodells gezwungen zu werden.
INDITEX (Core Holding) stellt am Mittwoch die Zahlen für das 1. Quartal 2021 vor. Trotz der Covid-Beschränkungen ist mit einem starken Umsatzwachstum (+50%/60% auf 5 Mrd. €), soliden Margen und einem Anstieg des EBIT auf 540 Mio. € (ggü. einem Verlust von 200 Mio. € ohne Rückstellungen im 1. Quartal 2020) zu rechnen. Noch besser ist, dass die Wiedereröffnung der Geschäfte im Mai und im Juni eine Beschleunigung zur Folge hatte. Die Wiedereröffnung der Geschäfte und die anhaltende Dynamik des E-Commerce-Geschäfts dürften den Bekleidungsmarkt beflügeln.

Anleihen

In den USA bewirkte die leichte Enttäuschung über die Zahl der neuen Stellen (559.000, erwartet: 675.000) einen starken Renditerückgang (in der dritten Woche in Folge; -4 bp im 10-Jahres-Segment). Auf Unternehmensanleihen hatte die Ankündigung der Fed, ihren Bestand an am Sekundärmarkt angekauften Corporate-Fonds (rund $ 13,8 Mrd.) allmählich abzubauen, keine Auswirkung. Die HY-Spreads haben sich in Europa (-8 bp) und den USA (-5 bp) verengt, wobei sämtliche Kreditindizes eine positive Performance generierten, allen voran das europäische HY-Segment (+0,31%).

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse
Die US-Arbeitsmarktzahlen vom Freitag zeigen, dass der Wirtschaftsaufschwung langsamer als erhofft erfolgt, wodurch auch das Inflationsrisiko sinkt, so dass die Indizes die Woche im Plus schlossen. Die Inflation bleibt mit der Veröffentlichung des VPI in den USA und der EZB-Sitzung am Donnerstag auf der Tagesordnung. Wir bleiben optimistisch.
Währungen
Die US-Arbeitsmarktzahlen fielen schwächer als erwartet aus und wirkten somit der Inflationsangst etwas entgegen. Daher konnte der $ sein Niveau nicht halten und gab wieder Boden ab; €/$ 1,2170, $/CHF 0,9000. Die Aufmerksamkeit des Devisenmarkts wird der EZB-Sitzung und den Kommentaren von Christine Lagarde am Donnerstag gelten. Der CHF hat sich gegenüber dem € um ca. 60 Punkte gefestigt; €/CHF heute früh: 1,0940. Unsere Spannen: €/CHF 1,0900-1,1050, $/CHF 0,89-0,91, £/$ 1,4018 -1,4340.

Grafik des Tages

Performance

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