Monday Report

Wirtschaft

Sehr spärlicher Newsflow in den USA ausser dem ISM des Dienstleistungsgewerbes vom Juni. Er sinkt auf hohem Niveau stärker als erwartet von 64 auf 60,1. In der Eurozone steigt der Sentix-Anlegervertrauensindex im Juli weiter von 28,1 auf 29,8, während der ZEW-Index im gleichen Zeitraum von 81,3 auf 61,2 einbricht. Die Einzelhandelsumsätze vom Mai entsprechen den Erwartungen (+4,6% ggü. Vm. bzw. +9% ggü. Vj.). In China schliesslich tritt die PBoC mit der Senkung der Pflichtreserven der Banken von 12,5% auf 12% der Verlangsamung (Rückgang des Caixin-PMI-Index des Dienstleistungsgewerbes von 55,1 auf 50,3) entgegen.

Klima

Im Rahmen ihrer Strategieüberprüfung hat sich die EZB verpflichtet, den Klimawandel systematischer in ihre Geldpolitik einzubeziehen, insbesondere beim Kauf von Unternehmensanleihen. Unter anderem strebt die Institution „eine effiziente Allokation der Ressourcen“ an, richtet ein Zentrum für Klimawandel ein und plant die Aufstockung ihrer Analysekapazitäten, insbesondere bei der makroökonomischen Modellierung, den Übertragungsmechanismen und der Risikobewertung. Diese Woche im Fokus: Verkehrsaufkommen Juni (Flughafen Zürich) sowie Erzeuger- und Importpreise Juni (BFS). Für das 1. Halbjahr legen folgende Unternehmen Geschäftszahlen vor: Bossard, Rieter, Barry Callebaut, DKSH, Partners Group (verwalteter Anlagenbestand), Ems-Chemie und Richemont.

Märkte

Die Angst vor neuen Covid 19-Beschränkungen belastet die Aktien der Schwellenländer (-2,6%) sowie Japans (-2,9%) stärker als die sonstigen Industrieländerbörsen (MSCI World: +0,3%) oder Kupfer (+1,4%). Gold (+1,4%) ist Nutzniesser des Rückgangs der Staatsanleihenrenditen und der Stabilisierung des Dollars (Dollar-Index: -0,1%). Diese Woche im Fokus: Verbraucher- und Erzeugerpreisindizes, Frühindikatoren (Philadelphia-Fed und NY-Empire Manufacturing), Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Vertrauen der privaten Haushalte (Universität Michigan) in den Vereinigten Staaten, Industrieproduktion, Handelsbilanz und Fahrzeugzulassungen in der Eurozone, Handelsbilanz, BIP des 2. Quartals, Einzelhandelsumsätze, Investitionen und Industrieproduktion in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Verkehrsaufkommen Juni (Flughafen Zürich) sowie Erzeuger- und Importpreise Juni (BFS). Für das 1. Halbjahr legen folgende Unternehmen Geschäftszahlen vor: Bossard, Rieter, Barry Callebaut, DKSH, Partners Group (verwalteter Anlagenbestand), Ems-Chemie und Richemont.

Aktien

3M (Aufnahme in die Liste unserer US-Core Holdings) ist ein Mischkonzern mit einem Portfolio aus über 60.000 Produkten, der aufgrund seiner breit diversifizierten Geschäftstätigkeit kaum Risiken aufweist. Das 2018 neu eingesetzte Management soll das Wachstum durch intensivierte F&E-Aktivitäten und die Nutzung von Megatrends ankurbeln.
EPIROC (Aufnahme in die Liste unserer europäischen Core Holdings) ist Marktführer bei Bohrgeräten im Tunnel- und Bergbau. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine hervorragende operative Leistung mit einer hohen und krisenfesten Marge aus. Die Hypothese eines sich beschleunigenden Investitionszyklus im Bergbau findet in unserer Bewertung Ausdruck durch die gegenüber dem Konsens höhere Wachstumsrate.
SANDVIK (Aufnahme in die Liste unserer europäischen Core Holdings) ist die Nummer 2 bei Bergbaumaschinen. Somit ist die vorgenannte Hypothese auch auf dieses Unternehmen übertragbar. Die sonstigen Geschäftsbereiche (ausser Bergbaumaschinen) sind niedrig bewertet, so dass wir das Label „Value“ anfügen.
TELADOC (Aufnahme in die Liste unserer peripheren US-Werte – hohes Risikoprofil): Als Vorreiter ist Teladoc gut positioniert, um die Expansion der Telemedizin zu nutzen. Wie schnell der Markt wachsen wird, ist noch ungewiss, aber die Tendenz ist da, das langfristige Potenzial ist hoch. Die Korrektur der Aktie seit ihrem Höchststand vom Februar (-45%) bietet einen günstigen Einstiegspunkt.

Anleihen

Vor dem Hintergrund der Befürchtungen hinsichtlich der Delta-Variante, einer Verlangsamung der chinesischen Kreditvergabe und eher technischer Elemente (insbesondere eines schwachen Emissionsvolumens von US-Schatzanweisungen) geben die Renditen in der 2. Woche in Folge nach. In den USA steht die Rendite von 10-Jahres-Papieren bei 1,36% (-6 bp), in Europa sinkt die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe um 6 bp auf -0,29%. Bei Unternehmensanleihen haben sich die HY-Spreads in Europa und den USA leicht um 5 bp bzw. 3 bp erweitert. In der Investment Grade-Kategorie sind die Spreads in Europa stabil geblieben, haben jedoch im Hybrid-Segment (-3 bp) eine Überperformance erzielt.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse
Nach einer nervösen Börsenwoche und einem deutlichen Rückgang der US-Renditen starteten die Indizes heute früh im Plus. Die Ergebnissaison beginnt am Dienstag mit den US-Banken; an der makroökonomischen Front stehen die VPI, PPI, die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze an. Wir bleiben zuversichtlich.
Währungen
Der Rückgang der 10-jährigen US-Renditen in der Vorwoche hat den $ gegenüber den übrigen Leitwährungen ausgebremst: £/$ 1,3890, €/$ 1,1870, $/CHF 0,9145. Die €/$-Spanne von 1,1720 bis 1,1940 bleibt aktuell. Die Korrektur an den europäischen Aktienmärkten kam dem CHF zugute, der sich auf 1,0858 für €/CHF gefestigt hat, ein Durchbrechen der Unterstützungslinie von 1,0830 für €/CHF würde den Weg zu 1,0760 öffnen. Der Goldpreis steht bei 1.801 $/Unze.

Grafik des Tages

Performance

Dieses Dokument wurde ausschliesslich zum Zweck der allgemeinen Information erstellt und wird im Rahmen einer mit dem Empfänger vereinbarten vertraglichen Beziehung von Bordier & Cie SCmA exklusiv zur Verfügung gestellt. Die in ihm enthaltenen Meinungsäusserungen sind diejenigen von Bordier & Cie SCmA. Der Inhalt dieses Dokuments darf von nicht-autorisierten Personen weder vervielfältigt noch weitergegeben werden. Jede nicht genehmigte Vervielfältigung oder Veröffentlichung dieses Dokuments löst die Haftung des Nutzers aus und kann gerichtlich verfolgt werden. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben sind unverbindlich und stellen in keinem Fall eine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung für Dritte dar. Des Weiteren weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die Bestimmungen unseres Haftungsausschlusses vollumfänglich auf dieses Dokument Anwendung finden, insbesondere die Bestimmungen über Einschränkungen im Zusammenhang mit den jeweils gültigen Gesetzen und Vorschriften der einzelnen Länder. So erbringt die Bank Bordier weder Anlagedienstleistungen noch Anlageberatung für „US-Personen“ im Sinne der diesbezüglichen Vorschrift der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC). Des Weiteren richten sich die auf unserer Website – einschliesslich dieses Dokuments – angebotenen Informationen in keinem Fall an US-amerikanische Personen oder Rechtspersönlichkeiten.