Wirtschaft

Die US-Statistiken waren etwas uneinheitlich. Das KMU-Vertrauen (NFIB-Index), bei dem eine Verbesserung auf 99,6 erwartet wurde, sank im Feb. von 99,3 auf 98,8. Wenig überraschend zogen die Verbraucherpreise im Feb. um 0,3% ggü. Vm. und um 2,4% ggü. Vj. (stabil) an. Im Jan. überraschten die Baubeginne (+7,2% ggü. Vm., erw. -4,5% ggü. Vm.) positiv, wobei war der Rückgang der Baugenehmigungen (-5,4% ggü. Vm., erw. -3,1%) enttäuschten. Der Iran-Konflikt belastet inzwischen auch das Haushaltsvertrauen, das im März von 56,6 auf 55,5 sank. In der Eurozone verschlechterte sich das Anlegervertrauen im März wie erwartet von +4,2 auf -3,1. Die Industrieproduktion enttäuschte mit ihrem Rückgang um 1,5% ggü. Vm. im Jan. (-1,2% ggü. Vj.) stark. In China überraschte die Wirtschaftsdynamik nach dem Anstieg der Importe um 13,8% ggü. Vj., vor allem aber der Exporte, die in einem Jahr um 39,6% stiegen, positiv.

Künstliche Intelligenz

Nvidia hält diese Woche seine jährliche GTC-Konferenz in San Jose ab. Jensen Huang stellte seine Roadmap vor: die Vera-Rubin-Plattform für KI-Training, gefolgt von Vera Ultra Ende 2027 und der Feynman-GPU im Jahr 2028. In puncto Software wird NemoClaw Unternehmen den Einsatz von KI-Agenten ermöglichen. Über 700 Vorträge behandeln die wichtigsten Themen: Physische KI, Inferenz, Robotik und Recheninfrastrukturen im Gigawatt-Massstab.

Märkte

Die Fortsetzung des Iran-Konflikts bewirkt, dass die Risikoaversion hoch bleibt. Der Barrelpreis stieg um über 10% und riss die USD 100 $/bl-Marke. Der Dollar-Index zog um 1,4% an, während die 10Y-Renditen um ~14bp in USD und in EUR (+2bp in CHF) zulegten. Schwellenländer-, US- und europäische Aktien gaben um jeweils 2%, 1,6% und 0,5% nach. Gold (-2,2%) wird durch seine Liquidität, aber auch durch die höheren Renditen und den Anstieg des USD in Mitleidenschaft gezogen. Diese Woche im Fokus: Industrieproduktion, Vertrauen der Immobilienentwickler (NAHB), Erzeugerpreisindex und Sitzung der Fed in den USA; Handelsbilanzsaldo und EZB-Sitzung in der Eurozone; Preise von neuen und Bestandsimmobilien, Investitionen, Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Veröffentlichung des Geschäftsberichts der SNB für 2025, PPI-Index Februar (BFS), Konjunkturprognose für das Frühjahr (KOF & Seco), Aussenhandel / Uhrenexporte Februar (BAZG) und geldpolitische Einschätzung (SNB).

Ansonsten legen folgende Unternehmen diese Woche ihre Zahlen vor: Tecan, StarragTornos, Medartis, Genfer Kantonalbank, Bioversys, Investis, Orell Füssli, Stadler Rail, DocMorris, Swissquote, Financière Tradition und Cham SP.

Aktien

ALIBABA (peripherer Wert) legt am Donnerstag die Zahlen für Q3/GJ2026 vor. Im Fokus stehen die Cloud-Sparte, die im letzten Quartal um 34% wuchs, sowie die schnelle Entwicklung der KI durch das Qwen-Modell. In puncto E-Commerce bleibt der chinesische Konsum weiter schwach, wobei die massiven Investitionen in den Quick-Commerce Margendruck erzeugen. Der Konsens rechnet zwar mit einem leichten Umsatzanstieg, aber mit einem starken Rückgang des Gewinns, was einen erwartungsgemässen Investitionszyklus widerspiegelt.

ROCHE (Core Holding): Letzter Handelstag für Genussscheine, die im Verhältnis von eins zu eins durch Partizipationsscheine umgetauscht werden. Partizipationsscheine sind in wirtschaftlicher Hinsicht Genussscheinen gleichgestellt – es sind Wertpapiere ohne Stimmrechte, die aber ein Anrecht auf die gleiche Dividende gewähren. Der erste Handelstag ist der 17.3., FactSet ROP-CH-Ticker: (ISIN: CH1499059983).

Die Aktie von TENCENT (peripherer Wert) hat seit Jahresbeginn wegen regulatorischer Sorgen und einer vermeintlichen Verspätung in Bezug auf KI 13% eingebüsst. Die Bewertung ist mit dem 15x Forward-KGV praktisch auf ihren tiefsten Stand gesunken. Die Gaming-Sparte bleibt stabil (Delta Force, Valorant Mobile), und der Konzern bereitet einen KI-Agenten für WeChat vor, der in einem Ökosystem mit 1,4 Mrd. Nutzern den Durchbruch bringen könnte. Wir halten die Abstrafung der Aktie für überzogen: Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen für Q4 könnten dies bestätigen.



Anleihen

Die 10Y-US-Renditen zogen im Wochenverlauf aufgrund des Iran-Konflikts 14bp an und sind damit seit Beginn des Konflikts um 34bp gestiegen. Gleicher Trend in Europa: Die 10Y-OAT legte 16bp zu, d.h. insgesamt 46bp seit Beginn des Konflikts, während die 10Y-Bund 12bp, d.h. um insgesamt 34bp stieg. Die Entwicklungen rund um die Strasse von Hormus stehen diese Woche erneut im Mittelpunkt des Interesses. Allerdings dürften die Sitzungen der Fed und der EZB mehr Klarheit über die Reaktionen der Notenbanken auf die jüngsten Marktbewegungen schaffen.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Nach der 3. Woche in Folge mit Verlusten eröffneten die Märkte uneinheitlich – sie leiden noch immer unter Inflationsrisiken aufgrund des Ölpreises von 100$. Diese Woche stehen Leading Index und PPI, in der Eurozone stehen dagegen ZEW und VPI an. Zudem finden die FOM- und EZB-Sitzungen statt (keine Änderung erwartet).

Währungen

Die Lage in der Strasse von Hormus wird täglich komplizierter. Der Barrelpreis ist heute früh erneut gestiegen. Der $ tendiert fest: $/CHF 0,79, UL 0,7830, WL 0,80, $/JPY 159,30, UL 157,40, WL 160,00. Die grossen Zentralbanken tagen diese Woche: keine Zinsänderung erwartet. Wir beurteilen €/$ 1,1440 negativ, UL 1,1310, WL 1,1565 und €/CHF bei 0,9035, UL 0,8081, WL 0,9127. Der Goldpreis sinkt auf 4.987$/Uz., UL 4.877$, WL 5.250$.

Grafik des Tages

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Performance

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