Wirtschaft

Die US-Statistiken stimmten relativ zuversichtlich: Auftragsbestand der Unternehmen (o. Transport) +1,6% ggü. Vm. (erw. +1,3%) im März; ISM des Dienstleistungsgewerbes 53,6 und -0,4 ggü. Vm. (erw. 53,7) =Expansionsbereich (>50) im April; 115.000 neue Stellen im Apr. (erw. 65.000), kein Anstieg der Stundenlöhne (+0,2% ggü. Vm.; +3,6% ggü. Vj.) und des Haushaltsvertrauens (Univ. Michigan: 48,2 im Mai (-1,6, erw. 49,5). In der Eurozone stiegen die Erzeugerpreise im März auf +3,4% ggü. Vm. und auf +2,1% ggü. Vj. (erw. +1,8%); die Einzelhandelspreise schlossen den März bei -0,1% ggü. Vm. (erw. -0,3%) (+1,2% ggü. Vj.). Die Statistiken Chinas im Apr.: Exporte +14,1% ggü. Vj. (erw. 8,3%), Importe +25,3% (erw. 20,4%), Handelsbilanz +84,8 Mrd. $ (erw. 75,5), Verbraucherpreise +1,2% ggü. Vj. (erw. +1%) und Erzeugerpreise +2,8% ggü. Vj. (erw. +1,9%).

Künstliche Intelligenz

Die Speicher-Knappheit ist nunmehr eine strategische nationale Herausforderung. Die USA treiben die Allianz „Pax Silica“ voran, ein Zusammenschluss von 14 Ländern zur Sicherung der Versorgung mit HBM und DRAM, während Sandisk allein im Q3 NAND-LTSA-Verträge über 42 Mrd. $ schloss, mit Garantien und Vertragsstrafen, – ein in der Branche bisher unerreichtes Niveau. Das Thema wird diese Woche auch auf der Agenda des Gipfels Trump-Jinping stehen. Aus diesem Grund bleiben SK Hynix, Samsung und Micron strukturell die Hauptnutzniesser des Zyklus.

Märkte

Deutliche Kurszuwächse: Schwellenländer (+6,9%), Japan (+5,4%) und USA (+2,2%), die Schub durch Tech-Aktien erhielten (USA: +7%). Europa und die Schweiz schlossen mit +0,1%/-0,3%, dank der Entspannung an der Ölfront (-6,4%), Rückgang des USD (-0,3%) und der Staatsanleihenrenditen (USA-DE: -2/3bp, FR -7bp, IT -13bp); Unternehmensanleihen erzielten +0,3%. Diese Woche zusätzlich zum lange erwarteten Gipfeltreffen zwischen Trump/Jinping und Meldungen aus dem Iran im Fokus: KMU-Vertrauen (NFIB-Index), Hausverkäufe, Verbrau-cherpreisindex und Einzelhandelsumsätze in den USA; 2. BIP-Schätzung für Q1, Industrieproduktion in der Eurozone; Wachstum der Kreditvergabe und der Geldmenge sowie Auslandsinvestitionen in China.

Schweizer Markt

Diese aufgrund des Christi-Himmelfahrt-Feiertags verkürzte Woche im Fokus: Anleihe der Eidgenossenschaft (EFV/SNB), Erzeuger- und Importpreisindex April (BFS) und Verkehrsaufkommen am Flughafen Zürich April.

Ansonsten legen folgende Unternehmen diese Woche ihre Zahlen vor: Tecan, PSP Swiss Property, PEH, SoftwareONE, ON Holding, Molecular Partners, Adecco, HBM, Zurich, Sunrise und Züblin.

Aktien

AIRBUS (peripherer Wert) lieferte im April 67 Flugzeuge (+20% ggü. Vj.). Seit Jahresbeginn liegt die Zahl somit bei insg. 181 Maschinen. Wenn Airbus seine Ziele von ~870 erreichen will, muss die Produktion stark beschleunigt werden.

ALLIANZ (peripherer Wert) legt am 13. Mai ihre Zahlen vor. Wir erwarten, dass die P & C Retail-Sparte eine solide Dynamik danke der günstigen Entwicklung der Schadenquote und der erhöhten Preisdisziplin verzeichnet. Obwohl der europ. Sektor infolge sinkender Prämiensätze unter Druck steht, erwarten wir dank der stärkeren Ausrichtung der Allianz auf das Retail-Geschäft eine höhere Resilienz der Ergebnisse.

INFINEON (peripherer Wert) hat das Q2 seines GJ/2026 gemeldet, dessen Umsatz mit 3,8 Mrd. € (+6% ggü. Vj.) wie erwartet ausfiel. Zudem hob Infineon seine Jahresprognose an: Die EBIT-Marge wird nun voraussichtlich rund 20% und der FCF 1,65 Mrd. € betragen. Befeuert wird die Dynamik von Power & Sensor Systems, insbes. vom Geschäftsbereich ‚AI Power‘, der sich weiter in einer Allokationsphase befindet: bestätigter Umsatz von 1,5 Mrd. € im GJ/2026 und Ziel von 2,5 Mrd. € im GJ/2027. Wir erhöhten unser Kursziel auf 70€.

LONZA (peripherer Wert): Beim qualitativen Update der Q1-Zahlen bestätigte das Management die solide Geschäftsentwicklung und die Jahresziele: anvisierte Umsatzsteigerung um 11%-12% bei konstanten Wechselkursen und EBITDA-Marge von >32%. Lonza verwies erneut darauf, dass die Geschäftstätigkeit in der HJ1 kräftiger sein wird als im HJ2. Das Update war insges. zufriedenstellend.

Anleihen

Die 10Y-US-Rendite gab im Wochenverlauf um 2bp nach, wobei der Arbeitsmarkt weiter solide war: Die JOLTS entsprachen den Prognosen, die NFP überraschten positiv. Dagegen war der ISM des Dienstleistungsgewerbes rückläufig, verharrt aber weiter im Expansionsbereich. Die europäischen Renditen sanken ebenfalls: Nach der Entspannung im Iran gaben die 10Y-OAT 7bp, die 10Y-Bund 3bp ab. Diese Woche stehen der Gipfel zwischen D. Trump und Xi Jinping und die Entwicklungen in der Golfregion im Marktfokus, da die Lage noch immer sehr instabil ist.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Die Indizes eröffneten heute früh verhalten, da Trump den Vorschlag Irans abgelehnt hatte. Dieser Woche finden die Ernennung von K. Warsh zum Fed-Chef und der sino-amerik. Gipfel in Peking statt. An der Konjunkturfront stehen VPI, PPI und Einzelhandelsumsätze in den USA, ZEW und Arbeitslosenzahlen in der Eurozone an. Cisco, Siemens und Allianz melden ihre Zahlen. Eine ereignisreiche Woche.

Währungen

Die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag beeinflussten den $ kaum, der heute bei $/CHF 0,7780 notiert. Die Ablehnung des iran. Vorschlags und Androhung weiterer Luftangriffe bewirkt heute früh einen Anstieg des Ölpreises um 3,5%. Der € steht stark unter Druck bei €/USD 1,1771 und €/CHF 0,9155. Unsere Spannen: €/$ 1,1683-1,1865, €/CHF 0,91-0,9225. Der Devisenmarkt konzentriert sich auf den Gipfel Trump-Jinping. Die Niederlage bei den Regionalwahlen bringt den engl. Premier in Bedrängnis und löst einen Rückgang des £ auf 1,36 £/$ aus; UL 1,3510, WL 1,3660. Gold steht bei 4.675 $/Uz.

Grafik des Tages

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