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Wirtschaft

Die US-Statistiken waren recht durchwachsen. Die Einzelhan-delsumsätze erholten sich stärker als erwartet (+0,8%) im Aug. um +1,2%.Dagegen verschlechterte sich das Vertrauen der Immobilienpromoter im Sept. stärker unerwartet stark (von 35 auf 32, erw. 34). Im Aug. enttäuschten auch die Baubeginne (-2,6% ggü. Vm., erw. +6,7%) und Baugenehmigungen (-2,7% ggü. Vm., erw.-1,5%) und die stagnierende Industrieproduktion (erw. +0,3% ggü. Vm.). In der Eurozone fiel die Industrieproduktion erwartungsgemäss aus (-0,1% ggü. Vm., erw. -0,2%). In China hielt der Rückgang der Immobilienpreise auch im Aug. an (-0,2% ggü. Vm. bei Neubauten und -0,3% bei Bestandsimmobilien) und die Einzelhandelsumsätze enttäuschten (+0,4% ggü. Vj., erw. +0,8%). Die Industrieproduktion (+5,2% ggü. Vj., erw. +4,8%) überraschte positiv, während der Rückgang der Investitionen (-7,2% ggü. Vj.) in etwa den Erwartungen (-7,1%) entsprach.

Künstliche Intelligenz

Die Debatte über das Tempo der Entwicklung modernster KI-Modelle („Frontier“) spitzt sich zu. Einige Akteure fordern, die fortschrittlichsten Arbeiten zu verlangsamen oder vorübergehend auszusetzen, da die Risiken schneller wachsen würden als die Sicherheitsvorkehrungen. Dagegen lehnen Nvidia, Meta und die Trump-Regierung eine koordinierte Pause aufgrund des globalen Wettbewerbs ab. Die Kontroverse durchzieht auch die Forschungslabore, wo Sicherheitsbedenken und Rennen um Kapazitäten aufeinanderprallen.

Märkte

Die Fed und die BoJ hoben ihre Leitzinsen an. Diese Schritte waren zwar erwartet worden, konnten aber den Anstieg der 10Y-Staatsanleihenrenditen um einige bp in USD und EUR nicht verhindern, trotz stabiler Ölpreise (-0,7%). Der USD stieg um über 1% (Dollar-Index), was Gold nicht übermässig belastete (-0,2%). Die Kursrückgänge an den Aktienmärkten waren relativ moderat (USA: -0,1%, Europa und Schwellenländer: -0,6%). Diese Woche im Fokus: PMIs des verarb. und Dienstleistungsgewerbes, Verkaufszahlen bei Neubauten und Aufträge für langl. Güter in den USA; PMIs des verarb. und Dienstleistungsgewerbes und Wachstum der Geldmenge M3 in der Eurozone; 1- und 5-Jahres-Kreditzinsen in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Zahlungsbilanz (SNB), Immobilienblasenindex 20262 (UBS), Übernachtungsstatistiken August (BFS) und Konsensprognosen (KOF).

Ansonsten legen folgende Unternehmen diese Woche ihre Zahlen vor: Addex, Curatis, Newron, Peach Property, Xlife und Hilti.

Aktien

AIRBUS (peripherer Wert): Laut Cirium lieferte die Gruppe im September bisher 16 Flugzeuge aus, insgesamt 491 seit Anfang 2026. Wie im letzten Jahr ist ein sehr starkes letztes Quartal erforderlich, um das Jahresziel von ca. 870 Lieferungen zu erreichen.

ASTRAZENECA (Core Holding): Treffen mit der Gesellschaft. Das Ziel für 2030 (Umsatz: 80 Mrd. $) ist dank der bereits eingeführten Therapien erreichbar. Die Pipeline ist für das Wachstum ab 2030 entscheidend, wobei in den nächsten 18 Monaten viele neue Produkte auf den Markt kommen. Das Abwärtsrisiko besteht in den bevorstehenden Datroway-Daten für die Lungenkrebstherapie, da der Markt nach den relativ zuversichtlichen Kommentare des CEO bei seiner Roadshow optimistischer ist. Abgesehen von dieser kurzfristigen Vorsicht ist die Einschätzung positiv.

AMD soll mehrere Kunden über eine Preiserhöhung ab Q4 informiert haben, um die höheren Produktionskosten bei TSMC (peripherer Wert) auszugleichen. Diese Preiserhöhung betreffe insbesondere KI- und PC-Chips. Bislang wurde eine konkrete Preiserhöhung von 10% von TSMC noch nicht offiziell bestätigt. Es scheint, dass der Kostendruck im Halbleiterbereich zunimmt.

VOLKSWAGEN (peripherer Wert) gab am Freitagabend eine Korrektur seiner Ziele für 2026 bekannt. Der Konzern strebt nun eine operative Marge von „bis zu 1%“ an, gegenüber 2,5% 2025, einer früheren Prognose von 4,0% bis 5,5% und einem aktuellen Analystenkonsens von 4,1%. Rund 3/4 davon ist ausserordentlichen Aufwendungen geschuldet. Die schwache Reaktion der Aktie (ca. -0,2%) zeigt, dass diese schlechten Nachrichten im Kurs bereits eingepreist sind. Wir setzen diese Aktie jedoch unter Beobachtung.

Anleihen

Die 10Y-US-Rendite überschritt letzte Woche erstmals seit 2007 die 5%-Marke, während die Fed ihren Leitzins einstimmig um 25 bp anhob –erstmals seit 2023. In Europa vergrösserte sich die Renditedifferenz zwischen OAT und Bund weiter, nachdem Frankreich angekündigt hatte, dass sein Defizitziel für 2026 nicht erreicht werden würde; die 10Y-OAT legte im Wochenverlauf um 11 bp zu. Diese Woche richten sich alle Augen auf das Treffen zwischen Xi und Trump, das am Mittwoch beginnt, sowie auf die Flash-PMIs in Europa.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Trotz zunehmender Spannungen im Nahen Osten starteten die Märkte die Woche im Plus. Vielleicht kann die UN-Vollversammlung für mehr Klarheit sorgen. An der Konjunkturfront stehen in den USA die PMIs, die Aufträge für langl. Güter und einige Immobilienmarktdaten an; auch in der Eurozone werden die PMIs erwartet und ein Vertrauensindex, der die Stimmung durchaus trüben könnte.

Währungen

Dem € gelingt es nicht, sich über €/$ 1,15 zu hieven, er notiert heute früh bei 1,1470. Das politische Risiko in Deutschland belastet die Einheitswährung; ein Testen der WL 1,1350 €/$ ist möglich. In dieser Woche stehen IFO-Index, US-Arbeitsmarktdaten und SNB-Sitzung am Donnerstag im Fokus des Devisenmarktes. Der CHF steht stabil bei $/CHF 0,8236 und €/CHF 0,9450. Wir rechnen mit folgenden Spannen: $/CHF 0,8150-0,8300, €/CHF 0,9357-0,9500. Das £ steht unter Druck bei £/$ 1,3375, UL 1,3306, WL 1,3482. Der Goldpreis steht bei 4.350 $/Unze.

Grafik des Tages

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