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Wirtschaft

Die US-Statistiken waren zufriedenstellend. Die Aufträge für langl. Güter (ohne Flugzeuge und Wehrtechnik) stiegen im Juni unerwartet (+0,7% ggü. Vm.) stark um 0,9% ggü. Vm. Das BIP-Wachstum verlangsamte sich im Q2 von +2,1% ggü. Vq., annualisiert, auf +1,5% (erw. +2%), doch seine Struktur stimmt zuversichtlich (priv. Konsum +3,2%). Die PCE-Inflation sank im Juni wie erwartet um 0,1% und sank ggü. Vj. von +4,1% auf +3,7%. In der Eurozone erholten sich die EU-Vertrauensindizes im Juli: Industrie von -7,5 auf -6,1 (erw. -7,0), Dienstleistungssektor von +4,2 auf +4,7 (erw. +3,8) und Wirtschaft von 95,4 auf 96,3 (erw. 96). Die Inflationsrate stieg wie erwartet von +2,8% ggü. Vj. auf +2,9%, während das BIP mit seinem Anstieg um +0,4% ggü. Vq. (erw. +0,2%) positiv überraschte. In China enttäuschten die PMIs im Juli mit ihrem Rückgang von 50,3 auf 49,2 im verarb. Gewerbe (erw. 50,1) und bei Dienstleistungen von 50,2 auf 49 (erw. 50).

Künstliche Intelligenz

OpenAI präsentierte Astra als sein nächstes grosses Modell. Eine interne Version soll seit mehreren Jahren ungelöste Probleme aus der Mathematik und theoretischen Informatik gelöst oder Fortschritte bei deren Lösung erzielt haben. Durch die Kombination mehrerer Agenten eine Aufgabe gelöst werden. Diese Fähigkeiten erfordern mehr Such- und Überprüfungsschritte und damit wohl einen höheren Bedarf an Rechenleistung pro Anfrage. OpenAI gab bisher jedoch weder Starttermin noch Preisinformationen bekannt.

Märkte

Der Fec-Beschluss, die Leitzinsen unverändert zu lassen, enttäuschte einen Teil der Anleger. Daher zogen die 10Y-Renditen um einige bp in USD und EUR an (in CHF jedoch -5bp), obwohl der Ölpreis um 7% sank. Die Aktienmärkte erhielten Auftrieb durch die erfreulichen GpA für Q2 und erzielten Kursgewinne (USA: +1%; Europa: +0,7%, Schwellenländer: +2,3%). Die staatlichen Interventionen (Japan und USA) zur Stützung des JPY (+2,8% ggü. USD) erklären den Rückgang des Dollar-Index um 1,5%, von dem Gold nicht profitierte (-0,7%). Diese Woche im Fokus: ISM des verarb. und Dienstleistungsgewerbes, Handelsbilanz und Arbeitsmarktbericht in den USA; Erzeugerpreisindex und Einzelhandelsumsätze in der Eurozone; PMIs des verarb. und Dienstleistungsgewerbes (RatingDog), Devisenreserven und Handelsbilanz in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Inflation Juli (BFS), Beschäftigungsindikator für Q3 (KOF), PMI-Einkaufsmanagerindizes Juli, Konjunkturumfrage (KOF), Arbeitslosenzahlen Juli (Seco), Konsumklima und Konjunkturumfrage Juli (Seco) und Devisenreserven per Ende Juli (SNB).

Ansonsten legen folgende Unternehmen diese Woche ihre Zahlen vor: AMS Osram, Swiss, Sandoz, Adecco, Galenica, Oerlikon, Zurich, Financière Tradition, GAM, Swiss Re, Swisscom, Amrize und Mobimo.

Aktien

LVMH (Streichung von der Liste der Core Holdings): Die schwache Leistung von Louis Vuitton und des Asien-Pazifik-Raums lässt bezweifeln, ob die Gruppe im HJ2 für positive Überraschungen sorgen kann, zumal die Sparte ‚Weine & Spirituosen‘ weniger Unterstützung bieten dürfte. Auch wenn die Bewertung noch immer niedrig ist (12-Monats-Forward-KGV von 19x), fällt das Wachstum der Gruppe im Peer Group-Vergleich zurück. Aus diesen Gründen lässt sich ein Kauf nur schwer rechtfertigen.

Das starke Wachstum von Azure (+43%) und AWS (+37%: bestes Ergebnis seit 18 Quartalen) stimmte den Markt bzgl. der Nachfrage nach Cloud-Diensten zuversichtlich. MICROSOFT (Core Holding) baut seine Kapazitäten zügig aus und signalisiert eine hohe Flexibilität bei seinen Investitionen: Die Käufe von GPUs und CPUs, auf die rund 2/3 der Investitionen entfallen, können im Falle einer schwächeren Nachfrage angepasst werden. AMAZON (Core Holding) hat seine Investitionen für 2026 auf rund $ 220 Mrd. erhöht und geht weiter von einer seine Kapazitäten übersteigenden Nachfrage aus.

ZURICH INSURANCE (peripherer Wert) steht nach neuen Enthüllungen der Schweizer Presse über das von der FINMA eingeleitete Verfahren bzgl. der Vita-Stiftung weiter unter Druck. Ehemalige Führungskräfte sollen regulatorische Anforderungen umgangen, bestimmte Unregelmässigkeiten verschleiert und Korrekturmassnahmen ignoriert haben. Auch wenn die finanziellen Folgen für den Konzern wohl in Grenzen bleiben, schürt dieser Fall Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung und könnte eine Verschärfung der internen Kontrollen zur Folge haben.

Anleihen

Letzte Woche wurde von der Fed-Sitzung geprägt, die ihre Leitzinsen unverändert liess. Die Pressekonferenz von K. Warsh löste grosse Unsicherheit an den Märkten aus: er gab weder klare Ausblicke, noch Hinweise auf eine Änderung der Inflationsbeurteilung, wobei 3 FOMC-Mitglieder für eine sofortige Zinserhöhung plädierten. Der Markt reagierte heftig und das langfristige Segment musste den Grossteil der „Bear Steepening“-Bewegung verkraften. Europa folgte dem Trend: Der VPI der Eurozone fiel unerwartet gut aus und schürte Erwartungen an eine Leitzinserhöhung im September.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Die Märkte starteten Grund nach den angekündigten Verhandlungen zwischen USA und Iran, die einen Rückgang der Ölpreise auslösten, positiv in den Handel.. Diese Woche erwarten wir viele Ergebnismeldungen (Palantir, AMD, Merck, Disney usw.). An der Konjunkturfront stehen in den USA ISM, Aufträge für langl. Güter und Arbeitsmarktstatistiken, in der Eurozone VPI und Einzelhandelsumsätze an.

Währungen

Die USA und Japan koordinierten ihre JPY-Käufe Ende letzter Woche zur Stützung der japanischen Währung. Heute früh handelte $/JPY bei 156,53. Es könnte zu weiteren JPY-Käufen kommen; nächste ULs 155 bzw. 154,34. Der € steigt auf €/$ 1,1525, UL 1,1435, WL 1,1631. Der CHF gibt auf €/CHF 0,9318 nach, UL 0,9220, WL 0,9370. Das £ zieht auf 1,3465 an, UL 1,3348, WL bei 1,3545. Gold steht bei 4.059 $/Unze.

Grafik des Tages

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Performance

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