Wirtschaft

Die US-Statistiken waren eher uneinheitlich. Einerseits zeigten sich die Einzelhandelsumsätze mit einem Plus von 0,5% ggü. Vm. robust, gleiches bei der Industrieproduktion, die im gleichen Monat unerwartet um 0,7% (erw. +0,3%) stark anzog. Andererseits gab die Teuerung Anlass zur Sorge: Die Verbraucherpreise stiegen auf 3,8% ggü. Vj., die Erzeugerpreise auf 6% und die Importpreise auf 4,2%. In der Eurozone enttäuschte die Industrieproduktion im März leicht (+0,2% ggü. Vm., erw. +0,3%). In China bestätigte der Anstieg der Verbraucher- und der Erzeugerpreise (um +1% auf +1,2% ggü. Vj. bzw. um +0,5% auf +2,8% ggü. Vj.) im April, dass die Deflationsphase vorüber ist. Die gute Nachricht wurde durch die Einzelhandelsumsätze (+0,2% ggü. Vj.), die Industrieproduktion (+4,1%) und die Investitionen (-1,6% ggü. Vj.), die unter den Erwartungen lagen, jedoch getrübt.

Künstliche Intelligenz

KI spielt entlang der chinesischen Lieferkette eine immer grössere Rolle. Anleger bevorzugen die direkten Nutzniesser der KI-Investitionen – Halbleiter-, Server- und Speicherhersteller – vor den grossen Internetplattformen, die nach wie vor unter hohen Kosten und dem verschärften Wettbewerb leiden. Daher könnte CXMT, Chinas führender DRAM-Hersteller, mit seinem im HJ2/2026 erwarteten Börsengang ein wichtiger Impulsgeber werden.

Märkte

Der Status quo im Nahen Osten und das Gipfeltreffen zwischen D. Trump und Xi Jinping ohne wirkliche Ergebnisse lösten einen Anstieg der Ölpreise (+4,4%) und der 10Y-Renditen um rund 20bp in USD und EUR (CHF + 13bp und GBP +26bp) aus. Der Dollarindex stieg um 1,4%, wodurch der Goldpreis auch aufgrund der gestiegenen Renditen um 3,2% sank. Aktien konnten sich in den USA (+0,1%) und der Schweiz (+0,9%) besser behaupten, verzeichneten in Europa (-0,9%) und in den Schwellenländern jedoch Verluste (-2,5%). Diese Woche im Fokus: PMIs des verarb. und Dienstleistungsgewerbes, Vertrauen der Immobilienpromoter (NAHB-Index), Baubeginne, Baugenehmigungen und Protokoll der Fed-Sitzung in den USA; PMIs des verarb. und Dienstleistungsgewerbes in der Eurozone; 1- und 5-Jahres-Kreditzinsen in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Umfrage zum Schweizer Arbeitsmarkt im Q1 (BFS), BIP im Q1 (Seco) und Übernachtungsstatistiken April (BFS).

Ansonsten legen folgende Unternehmen diese Woche ihre Zahlen vor: Sonova, Aevis, EFG International, Ypsomed, Swiss Life, DSM Firmenich, Julius Bär und Richemont.

Aktien

Automobilsektor: S&P Global senkte seine Markterwartungen für 2026-2028 aufgrund eines Szenarios, das bis 2027 von anhaltend hohen Preisen ausgeht. Die Ratingagentur rechnet mit einem weltweiten Absatz von 90,9 Mio. Einheiten 2026e. Dies entspricht einem Rückgang von 2,4% gegenüber dem Vorjahr.

NVIDIA (Core Holding) legt am 20. Mai seine Zahlen vor, wobei der Konsens von einem Umsatz in Höhe von USD 79 Mrd. und einem GpA von USD 1,77 ausgeht. Doch rechnen einige Investoren bereits eher mit einem Umsatz von fast USD 81 Mrd. Das Hauptthema wird die Prognose für das nächste Quartal sein, die sich wohl auf USD 90-91 Mrd. belaufen und bestätigen würde, dass die Nachfrage nach Blackwell-Prozessoren weiter zum hoch ist, um mögliche Verzögerungen bei Rubin abzufedern.

UNITEDHEALTH (peripherer Wert): Berkshire gab bekannt, dass seine Beteiligung an UnitedHealth im Q1/2026 verkauft wurde. Die im Q2/2025 aufgebaute Position gehört zu den Beteiligungen, die nach dem Ausscheiden des Investmentdirektors Todd Combs im Dezember 2025 aufgelöst wurden.

Anleihen

Die 10Y-US-Rendite stieg im Wochenverlauf um 24bp, und zwar überwiegend am Wochenende. Auslöser war der generelle Renditeanstieg in Europa (10-jährige OAT +20bp, 10-jährige Bund +16bp) aufgrund der Blockade der Strasse von Hormus, der politischen Instabilität im VK (10Y-Gilt +26bp) und in Japan, die auch die US-Renditen belastete. Die Lage im Iran steht weiter im Fokus, wobei derzeit keine Anzeichen einer Entspannung erkennbar sind. Diese Woche gilt die Aufmerksamkeit des Marktes dem FOMC-Sitzungsprotokoll für April, den Beschäftigungsdaten (ADP, Arbeitslosenzahlen) und dem Flash-PMI.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Die Hausse der Märkte kam zum Stillstand: Die Marktteilnehmer sorgen sich wegen der anhaltenden Inflation, die Ölpreise etablieren sich fest über 100-USD/bl, die Renditen tendieren aufwärts. Kaum Konjunkturdaten diese Woche: FOMC-Sitzungsprotokoll, Immobilienmarktdaten in den USA, VPI und PMIs in der Eurozone. Mit Spannung werden die Zahlen von Nvidia am Mittwoch nach Börsenschluss erwartet.

Währungen

Keine Einigung zwischen den USA und Iran in Sicht. Der Drohnenangriff auf ein KKW in den VAR und Drohungen von Trump, das Land zu vernichten, haben den Brent-Preis heute früh auf 111 $/bl getrieben. Daher liegt der $ im Aufwind: $/CHF bei 0,7857, $/JPY bei 158,90. Der € schliesst niedriger bei €/$ 1,1633, €/CHF 0,9139. Unsere Spannen: €/$ UL 1,1505, WL 1,1750, €/CHF UL 0,9100, WL 0,9230. Der Devisenmarkt rechnet mit einem Status quo bei den Leitzinsen der Fed. Das £ sinkt auf 1,3347 £/$, UL 1,3200, WL 1,3480.

Grafik des Tages

graphpoursite

Performance

perfald pour site

This document has been issued for information purposes and is exclusively supplied by Bordier & Cie SCmA in the framework of an existing contractual relationship with the recipient of this document. The views and opinions contained in it are those of Bordier & Cie SCmA. Its contents may not be reproduced or redistributed by unauthorized persons. The user will be held liable for any unauthorized reproduction or circulation of this document, which may give rise to legal proceedings. All the information contained in it is provided for information only and should in no way be taken as investment, legal or tax advice provided to third parties. Furthermore, it is emphasized that the provisions of our legal information page are fully applicable to this document and namely provisions concerning the restrictions arising from different national laws and regulations. Consequently, Bordier Bank does namely not provide any investment services or advice to “US persons” as defined by the Securities and Exchange Commission rules. Furthermore, the information on our website – including the present document – is by no mean directed to such persons or entities.