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Wirtschaft

Die US-Statistiken waren recht durchwachsen. Der Wohnimmobiliensektor ist nach wie vor lethargisch: Im Sept. sanken die Baubeginne um 5,2% ggü. Vm. (erw. +1,9%), die Baugenehmigungen um 0,2% ggü. Vm. (erw. -1,3%), die laufenden Verkäufe um 7,3% ggü. Vm. (erw. -0,5%). Das Vertrauen der Immobilienentwickler (NAHB) verschlechterte sich im Okt. von 32 auf 29 (erw. 31). Dagegen fielen die PMI in China im Okt. positiv aus: Im verarb. Gewerbe stieg der PMI von 55,9 auf 56 (erw. 55,5), der Dienstleistungsindex sank von 58,8 auf 57,9 (erw. 58). In der Eurozone enttäuschte der Rückgang des PMI des verarb. Gewerbes von 52,9 auf 52,4 (erw. 52,8) und des Dienstleistungsindex von 53 auf 51,7 (erw. 52,5). Das Haushaltsvertrauen verschlechterte sich von -16,8 auf -17,9 (erw. -17). In China beschleunigte sich das BIP im Q3 unerwartet von +0,9% ggü. Vq. auf +1,2% (erw. +1%).

Künstliche Intelligenz

OpenAI entwickelt GPT-6 Astra Cyber weiter, nach 11-tägiger Aussetzung des Trainings seiner fortschrittlichsten Modelle, um deren Sicherheit zu verbessern. Dieser Schritt trägt den wachsenden Sorgen über KI-gestützte Cyberangriffe Rechnung. Die Aufdeckung von 2 kritischen Sicherheitslücken in PHP, das von fast 70% aller Websites genutzt wird, verdeutlicht ein Para-doxon: KI-Agenten helfen zwar bei der Aufdeckung von Schwachstellen, ermöglichen Hackern aber auch, diese schneller zu nutzen.

Märkte

Der Anstieg der Ölpreise um +6,1% sowie die politischen und sozialen Spannungen in Europa dämpften die Risikobereitschaft. Deshalb gaben US-, europäische und Schwellenländeraktien um 0,4%, 1,4% bzw. 2,6% nach. Die „sicheren“ 10Y-Renditen gaben in USD um -8bp, in CHF um -5bp und in Deutschland um -6bp nach, zogen in Frankreich (+25bp!) und Italien (+11bp) jedoch an. Der USD schloss unverändert, während Gold mit einem Rückgang um über 4% enttäuschte. Diese Woche im Fokus: Aufträge für langl. Güter, Häuserpreise (FHFA und S&P Cotality), Haushaltsvertrauen, Fed-Sitzung, Verkaufszahlen bei Neubauten, PCE-Inflation und BIP im Q3 in den USA; EU-Vertrauensindizes (Wirtschaft, Industrie, Dienstleistungen), EZB-Sitzung und BIP im Q3l in der Eurozone; Gewinne der Industrie in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Wohnimmobilienpreisindex im Q3 (BFS), Konjunkturbarometer Oktober (KOF) und Q3-Ergebnisse der SNB.

Ansonsten legen folgende Unternehmen diese Woche ihre Zahlen vorlegen: Bucher, Inficon, Novartis, SIG, Temenos, Logitech, Rieter, Dormakaba, UBS, Sandoz, Straumann, Amrize, Avolta, Oerlikon, Idorsia, Lastminute, Phoenix Mecano, Vontobel, Landis+Gyr, Molecular Partners und Luzerner Kantonalbank.

Aktien

Die Woche wird im Zeichen der Ergebnisse von ALPHABET, AMAZON und MICROSOFT (Core Holdings) stehen. Die Erwartungen an ihre Cloud-Sparten sind hoch und werden von KI beflügelt. Der Markt wird auch die Investitionspläne im Auge haben, deren Höhe mit dem Wachstumstempo des Cloud-Geschäfts im Einklang stehen muss.

MERCK & CO (Core Holding): Die am Wochenende auf dem ESMO-Kongress vorgelegten Daten für Intismeran (gemeinsame Entwicklung mit Moderna) in Kombination mit Keytruda als adjuvante Therapie bei Melanomen bestätigen ein Umsatzpotenzial von über USD 3 Mrd. Als nächstes steht die Veröffentlichung der Phase-II-Studie zum Nierenzellkarzinom Anfang 2027 an, die für die Bewertung des Potenzials einer Ausweitung dieses Erfolgs auf andere Tumoren entscheidend sind.

NOVARTIS (Core Holding): Die auf dem MS-Kongress in Toronto vorgestellten Daten zu Remibrutinib bei schubförmigremittierender Multiple Sklerose liegen leicht unter den Erwartungen, da die Reduzierung der annualisierten Schubrate im Vergleich zu Aubagio (von Sanofi) niedriger ausfällt als mit Fenebrutinib (ROCHE) nachgewiesene. Allerdings ist die Verlangsamung des Fortschreitens der Invalidität nach 6 Monaten stärker als bei Fenebrutinib, und das Sicherheitsprofil besser, da keine Leberschäden auftreten. Remibrutinib wird seinen Platz auf diesem Markt finden und entspricht einem Umsatzpotenzial von USD 3 Mrd.

TOURISMUS- & FREIZEITSEKTOR: In Europa stieg der Ertrag pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) im September im Vergleich zum Vormonat um 6,8%, was auf steigende Preise und eine höhere Auslastung zurückzuführen ist, wobei das Luxus- und Premium-Segment einen stärkeren Anstieg verzeichnete als das untere Preissegment.

Anleihen

Die 10Y-US-Rendite gab letzte Woche aufgrund der „Risk-off“-Reaktion infolge von Bedenken hinsichtlich des KI-Komplex und geopolitischer Risiken 8bp ab. In Europa beschleunigte sich der Anstieg frz. Staatsanleihenrenditen weiter: Der Spread 10Y-Bund/OAT erweiterte sich aufgrund der Demonstrationen und des Beginns der Präsidentschaftskampagne um 32bp. Diese Woche richtet der Markt sein Augenmerk auf die Sitzungen der Fed und EZB, wobei bei beiden ein Status quo der Leitzinsen erwartet wird.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Eine ereignisreiche Woche steht bevor: Wahlen in Israel und die Folgen des Wahlsiegs von Lula in Brasilien. An der Konjunkturfront stehen FOMC-Sitzung, Core-PCE und BIP in den USA, Arbeitslosenquote und BIP in der Eurozone sowie die BoJ-Sitzung an. An der Unternehmensfront erwarten wir die Zahlen von Microsoft, Alphabet und Amazon, sowie die Ergebnisse von Novartis, UBS, Verizon, SK Hynix und Samsung.

Währungen

Die Bestätigung des Ratings frz. Staatsanleihen durch Moody’s verleiht dem € eine Atempause, der heute früh auf €/$ 1,1207 konsolidiert, UL 1,1130, WL 1,1280. Der $ schwächt sich vor dem Zinsentscheid der Fed diese Woche leicht auf $/CHF 0,8250 ab. Der Markt rechnet mit einem Status quo der Zinsen im Okt. und einer Zinserhöhung im Dez. Im angespannten geopolitischen Umfeld der letzten Woche festigt sich der CHF auf €/CHF 0,9247, UL 0,92, WL 0,9312. Gold steht bei 4.014 $/Unze.

Grafik des Tages

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Performance

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