Wirtschaft

Die US-Daten waren erneut durchwachsen. Positiv überraschten im Dez. der weniger markante Rückgang der Aufträge für langl. Güter (-1,4% ggü. Vm., erw. -2%) und der besondere kräftige Anstieg der Industrieproduktion im Jan. (+0,7% ggü. Vm., erw. +0,4%). Enttäuschend fielen dagegen die PMI des verarb. und des Dienstleistungsgewerbes im Jan. mit Rückgängen von 52,4 auf 51,2 (erw. 52,4) bzw. von 52,7 auf 52,3 (erw. 53,1) aus. Das enttäuschende BIP-Wachstum im Q4 (+1,4% ggü. Vq., erw. +2,8% ggü. Vq.) ist zu relativieren, denn es ist dem Shutdown zu verdanken; der Konsum bleibt jedoch robust. Die PCE-Inflation (+0,4% ggü. Vm., erw. +0,3%; +2,9% ggü. Vj., erw. +2,8%) übertraf im Dez. die Erwartungen. In der Eurozone verbesserten sich die PMI des verarb. und des Dienstleistungsgewerbes im Jan. von jeweils 49,5 auf 50,8 (erw. 50) und von 51,6 auf 51,8 (erw. 51,9) und liegen beide im Expansionsbereich (>50).

KĂĽnstliche Intelligenz

Die grossen KI-Akteure revidieren derzeit ihre Strategie gegenüber OpenAI: Nvidia nimmt vom USD 100 Mrd.-Deal Abstand, der auf die Infrastruktur abzielte, zugunsten einer Direktinvestition von ca. USD 30 Mrd. im Rahmen einer geplanten Kapitalaufnahme von insgesamt >USD 100 Mrd., die OpenAI mit USD 730–850 Mrd. bewertet – ein mögliches Signal angesichts der Risiken von KI.

Märkte

In diesem Umfeld und trotz der volatilen Woche liefen Aktien (USA +1,1%, Europa +2,1%, Schweiz +1,9%, Schwellenländer +0,8%) besser als Unternehmens- (+0,1%) und Staatsanleihen (USA -0,2%, Europa +0,2%). Gold (+1,2%) setzte seinen Aufwärtstrend trotz der Erholung des USD (+0,9%) fort, während sich Öl (+6%) durch die Spannungen im Iran verteuerte. Diese Woche im Fokus: Häuserpreise (FHFA und S&P Cotality), Haushaltsvertrauen, Erzeugerpreisindex, Entwicklungen im Iran und Zollschranken in den USA; Vertrauensindizes der EU (Wirtschaft, Industrie, Dienstleistungen) und Fahrzeugzulassungen in der Eurozone; 1- und 5-Jahres-Kreditzinsen in China.

Schweizer Markt

Diese Woche im Fokus: Erzeuger- und Importpreise Januar (BFS), Beschäftigungsbarometer für Q4 (BFS), Konjunkturbarometer Februar (KOF) und BIP für Q4 (Seco).Ansonsten legen folgende Unternehmen ihre Zahlen vor: Belimo, Dormakaba, Oerlikon, PSP, Temenos, Alcon, Adecco, Georg Fischer, Bystronic, Sulzer, Feintool, Rieter, Calida, Clariant, Emmi, Idorsia, Kudelski, Zehnder, Holcim, VZ Holding und Swiss Re.

Aktien

FREEPORT-MCMORAN (peripherer Wert): Nach jahrelangen Verhandlungen gab Freeport einen Deal mit der indonesischen Regierung bekannt, demzufolge seine Abbaurechte für den Grasberg- Standort von 2041 bis zum Ende der Lebensdauer der Ressourcen verlängert werden, im Gegenzug für die Abtretung einer Beteiligung von rund 12% an die Regierung 2041. Freeport wird dann etwa 37% der Anteile halten – eine gute Nachricht.

NOVARTIS wurde auf die Liste unserer europäischen Core Holdings gesetzt: Ein Umsatzwachstum von 5-6% p.a. bis 2030 ist angesichts des zunehmenden Erfolgs und der künftigen Erweiterung der Indikationen der kürzlich eingeführten Therapien realisierbar. Die nächste Herausforderung ist die Kompensation der auslaufenden Kisqali- und Kesimpta-Patente 2031-2032, auf die die klinischen Daten im 2. Halbjahr erste Hinweise liefern. Die Pipeline mit 8 Molekülen, die bei Erfolg bis Ende des Jahrzehnts auf den Markt kommen könnten, würde eine Aufwärtskorrektur des Konsenses ermöglichen.

Der der hauptsächlich in Texas und im Nordosten der USA tätige Stromversorger NRG ENERGY wurde auf die Liste unserer peripheren US-Werte gesetzt, um vom Thema „Power Demand Supercycle“, der laufenden strategischen Übernahmeoffensive von LS Power und dem Abschlag der Aktie gegenüber ihrer Peergroup zu profitieren.



Anleihen

In den USA lag der PCE leicht über den Erwartungen (0,4%, erw. 0,3%), während das BIP von 1,4% (erw. 2,8%) im Q4 enttäuschte. Der Endzins lag am Freitag bei 3,08% (+5bp), während die 2Y- und 10Y-Renditen die Woche jeweils 7bp und 4bp höher schlossen. In Europa fielen die deutschen PMI solide aus und bestätigen die positive Konjunkturdynamik (Composite-Index bei 53,1, Konsens: 52,3). Im Wochenverlauf gaben die EU-Renditen leicht nach (10Y Bund -4bp/BTP -2bp). Die Spreads von HY-Unternehmensanleihen verengten sich (EU -5bp/USA -9bp).

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Die Märkte eröffneten heute früh nach dem Hin und Her in der US- Zollpolitik uneinheitlich. Alle Augen richten sich auf die Zahlen von Nvidia am Mittwoch, während an der Konjunkturfront die Aufträge für langl. Güter und der PPI in den USA sowie der VPI und das Verbrauchervertrauen in der Eurozone anstehen. Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran könnte Volatilität auslösen.

Währungen

Erneute Ungewissheit diese Woche: Turbulenzen um die US-Zölle und nun noch die wachsende Gefahr eines US-Angriffs auf Iran. Der $ konsolidiert heute früh auf $/CHF 0,7728, UL 0,7670, WL 0,78. Der Euro nimmt die 1,1815-Marke, ein Durchbrechen der WL €/$ 1,1865 ist nötig, damit der Aufwärtstrend hält. Ansonsten ist ein Testen der UL 1,1740 wahrscheinlich. Das £ gab auf £/$ 1,3515 und £/CHF 1,0450 nach. Die Goldunze steigt deutlich auf 5.126$.

Grafik des Tages

Performance

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