Wirtschaft

Die US-Daten stimmten trotz des politischen Umfelds eher zuversichtlich. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im März unerwartet um +1,7% ggü. Vm., und die PMI des verarb. und Dienstleistungsgewerbes verbesserten sich im April von jeweils 52,3 auf 54 (erw. 52,5) und von 49,8 auf 51,3 (erw. 50,6) und überraschten positiv. In der Eurozone sank das Haushaltsvertrauen im April unerwartet von -16,4 auf -20,6 (erw. -17,2). Der Anstieg des PMI des verarb. Gewerbes von 51,6 auf 52,2 (erw. 50,9) stimmte zuversichtlich, aber der Dienstleistungsindex sank von 50,2 auf 47,4 (erw. 49,8) und damit erneut in die Kontraktionszone. In China schlossen die 1- und 5-jährigen Kreditzinsen die Woche unverändert (bei 3% bzw. 3,5%), während die Gewinne der Industrie im März um 15,8% ggü. Vj. anzogen.

KĂĽnstliche Intelligenz

Nach einer Phase des Trainings und der GPUs rückt durch den Übergang zu Inferenz und autonomen Agenten die CPU wieder ins Zentrum, da sie für die Strukturierung von Aufgaben, Verwaltung von Tool-Aufrufen und Koordination von Datenströmen unverzichtbar ist. Die GPU/CPU-Verhältnisse könnten somit ihre extreme Bedeutung verlieren, da KI-Workloads zunehmend mehr Steuerung, Speicher und sequentielle Logik erfordern. AMD, ARM, Nvidia und Intel sind Hauptnutzniesser dieser Entwicklung.

Märkte

Die Meldungen über den Krieg im Nahen Osten sind recht konfus, doch an den Märkten herrscht trotz der um ca. 15% gestiegenen Barrelpreise keine Panik, da sie durch die positive Berichtssaison Auftrieb erhalten. US-Aktien legten um +0,6% und Schwellenländertitel um +0,8% zu, während europäische Werte 2,5% verloren. Die 10Y-Renditen zogen um einige bp an, der US-Dollar wertete +0,4% (Dollar-Index) auf, so dass die Goldpreise um 3% sanken. Diese Woche im Fokus: Häuserpreise, Haushaltsvertrauen, Baubeginne und Baugenehmigungen, Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter, PCE-Inflation, BIP im Q1, Fed-Sitzung und ISM des verarb. Gewerbes in den USA; EU-Vertrauensindizes (Wirtschaft, Industrie, Dienstleistungen), BIP im Q1, Verbraucherpreisindex und EZB-Sitzung in der Eurozone; PMI des verarb. und des Dienstleistungsgewerbes in China.

Schweizer Markt

In dieser durch den Schweizer Tag der Arbeit verkürzten Börsenwoche im Fokus: Finanzierungsrechnung der Schweiz (SNB), Wohnimmobilienpreisindex im Q1 (BFS), Konjunkturbarometer April (KOF), Einzelhandelsumsätze März (BFS) und Dienstleistungsumsätze Februar (BFS).

Ansonsten legen folgende Unternehmen ihre Zahlen vor: Bucher, Idorsia, Novartis, Santhera, SIG, UBS, Sandoz, Straumann, Amrize, Oerlikon, Financière Tradition und Leclanché.

Aktien

ADIDAS (peripherer Wert): Beim Marathon in London haben 2 Läufer die magische 2-Stunden-Marke geknackt. Der Sieger gewann in 1:59:30 Std. und unterbot den bisherigen Weltrekord um 65 Sek. Beide Läufer siegten mit den jüngsten Modellen von Adidas, Adizero Adios Pro Evo3, die 3. Generation ultra-leichter Laufschuhe, die nur 97 Gramm (pro Paar) wiegen und 30% leichter sind als das Vorgängermodell.

ATLAS COPCO, der Kompressor- und Vakuumtechnikspezialist, wurde auf unsere Liste der Core Holdings gesetzt: eine erstklassige Aktie, die sich am Anfang einer zyklischen Erholung befindet und mit einer Prämie gegenüber dem Sektor gehandelt wird, die unter ihrem langfristigen Durchschnitt liegt.

Diese Woche wird für den KI-Sektor nach der historischen Halbleiter-Rallye entscheidend, da GOOGLE, AMAZON und MICROSOFT (Core Holding) ihre Zahlen vorlegen. Über das Wachstum im Cloud-Bereich und die Monetarisierung der KI hinaus wird der Markt vor allem die Kommentare über verfügbaren Kapazitäten, Lieferengpässe und Investitionen im Blick haben. Jeder Hinweis auf eine Anhebung der Investitionen würde dafür plädieren, dass sich der KI-Infrastrukturzyklus weiterhin in einer Beschleunigungsphase befindet, was sich positiv auf die gesamte Wertschöpfungskette auswirkt.

UNITEDHEALTH wurde neu in die Liste der peripheren Werte aufgenommen. Nach 2 schwierigen Jahren und einer Neuaufstellung des Managements sind Anzeichen einer allmählichen Erholung des Unternehmens erkennbar. Die Ergebnisse im Q1 haben positiv überrascht und deuten wohl darauf hin, dass das Schlimmste überstanden ist und die Kostendisziplin allmählich greift.

Anleihen

Die 10Y-US-Rendite legte letzte Woche aufgrund der unerwartet hohen Einzelhandelsumsätze im März und der PMIs des verarb. und des Dienstleistungsgewerbes um 5bp zu. In Europa stiegen die 10Y-Bund und 10Y-OAT im Wochenverlauf um 4bp bzw. 6bp, was vor allem der Ungewissheit im Iran und dem ansonsten eher trüben Umfeld geschuldet war: In der Eurozone verschlechterten sich die PMIs weiter, die einzige Ausnahme bildete das verarb. Gewerbe. Diese Woche stehen die Sitzungen der EZB und der Fed an: Beide dürften ihre Leitzinsen unverändert lassen.

Börsenklima und Anlegerstimmung

Börse

Die Woche wird ereignisreich: eine Fülle von Quartalszahlen der Unternehmen – insbesondere im Tech-Sektor – sowie die letzte Sitzung der Fed unter der Leitung von J. Powell, der das Zepter an Kevin Warsh übergibt. Zudem stehen die Sitzungen der BoJ, EZB und BoE an – vor dem Hintergrund der Lage im Nahen Osten, die sich jederzeit ändern kann. Die Woche dürfte turbulent werden.

Währungen

Rückkehr der Risikobereitschaft: Iran hat den USA angeblich einen neuen Vorschlag zur Öffnung der Strasse von Hormus unterbreitet. €/CHF startet mit leichtem Plus auf 1,1732 in die Woche; UL 1,1670, WL 1,1830. Diese Woche wird von den Notenbanken getaktet: Die BoJ dürfte ihre Zinsen unverändert lassen, die Fed bereitet sich auf das Ausscheiden von J. Powell vor, und der Markt rechnet wie bei der BoE mit einer Fortsetzung des Status quo. Der CHF bleibt fest bei €/CHF 0,9210 und $/CHF 0,7850. Unsere Spannen: €/CHF UL 0,9170, WL 0,9260, $/CHF UL 0,7760, WL 0,7935, XAUUSD UL 4674, WL 4765.

Grafik des Tages

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